Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat am 19. März 2025 die Geschäftszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Bemerkenswert ist der Titel der Medienmitteilung „Das Jahresergebnis 2024 wird durch drei Umweltkatastrophen stark belastet – trotzdem rund 500 Fahrzeuge ausgeliefert“. Die drei Umweltkatastrophen sind:
Die Überschwemmungen durch die Rhone im Wallis im Juni 2024 wegen Starkregens in den Seitentälern führte zu einem Produktionsunterbruch im Werk des strategischen Zulieferers Constellium. 850 Tonnen Aluminium konnten nicht die Züge eingebaut und mussten der Wiederverwertung zugeführt werden. Das Ereignis im Wallis tritt alle 50 bis 100 Jahre auf.
Im Oktober 2024 ereignete sich in Valencia in Spanien eine Umweltkatastrophe. Wegen heftigen Starkregen wurde die komplete Region überschwemmt und es starben 220 Menschen. Das Stadlerwerk konnte mehrere Woche nicht die geplanten Züge fertigstellen.
Im September 2024 brach in Dürnrohr in Niederösterreich ein Damm und überflutete das Stadler Inbetriebszentrum. Ursache waren Hochwasser an der Perschling.
Das Beispiel Stadler zeigt, dass der Klimawandel auch Kostenfolgen für die Wirtschaft hat. Stadler plant die Lieferketten resilienter zu machen. Das kostet auch.